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Internationale Zusammenarbeit Staatssekretärin Hirayama auf Wissenschaftsmission in Kanada

Die Staatssekretärin für Bildung, Forschung und Innovation, Martina Hirayama, ist in Begleitung einer hochrangigen Schweizer Wissenschaftsdelegation nach Kanada gereist. Vor Ort nahm sie am Science Diplomacy Summit teil, welcher von drei kanadischen Universitäten in Zusammenarbeit mit dem Geneva Science and Diplomacy Anticipator (GESDA) organisiert wird. Bei den Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern des kanadischen Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und wirtschaftliche Entwicklung standen Schlüsselbereiche wie Quantentechnologien, künstliche Intelligenz, Biowissenschaften und Polarforschung im Fokus. 

Agroscope Agroscope reduziert Forschungsportfolio

Aufgrund verschiedener von Bundesrat und Parlament beschlossenen Sparmassnahmen reduziert Agroscope sein Forschungsportfolio und baut 58 Vollzeitstellen ab. Im Vergleich zu 2023 wird das ordentliche Jahresbudget bis Ende 2029 um rund 10 Millionen Franken schrittweise reduziert. Agroscope gibt seine Forschung in den Bereichen gesunde Ernährung und neue Lebensmittelprodukte, alternative Nischenkulturen, Gewürz- und Medizinalpflanzen sowie Vertical Farming auf. 

Nachtrag I zum Voranschlag 2026 Ständerat genehmigt Nachtragskredit für die EU-Programme von 58,3 Millionen Franken

Der Ständerat hat im Rahmen der Beratung des Nachtrags I zum Voranschlag 2026 den Nachtragskredit für die EU-Programme für Forschung und Innovation über 58,3 Millionen Franken mit 35 zu 7 Stimmen bei einer Enthaltung angenommen. Die kleine Kammer folgte somit dem Entscheid des Nationalrates, der die vom Bundesrat geforderten Mittel um 9 Millionen Franken gekürzt hatte. Diese waren ursprünglich als Reserve für allfällige Mehrkosten im Zusammenhang mit dem Beitragsschlüssel vorgesehen. 

Standpunkt

Forschung und Innovation für mehr Sicherheit

Andrea Gmür-Schönenberger
Ständerätin, Vorstandsmitglied Politikteam FUTURE

Vor bald einem Jahr hiess der Bundesrat seine Rüstungspolitische Strategie gut, die einen Ausbau der Investitionen in sicherheitsrelevante Forschung und Innovation vorsieht. Bis 2030 soll das VBS den Anteil des Armee-Budgets für Forschung und Entwicklung auf 2% erhöhen. Um das in der Schweiz vorhandene technologische Potenzial für die Armee besser auszuschöpfen, ist die Zusammenarbeit mit den Schweizer Hochschulen, Startups und KMU zu verstärken. Ganz konkret soll das VBS bis Ende 2028 eine neue Kooperation mit dem ETH-Bereich entwickeln, um Synergien in der Forschung und Innovation im zivilen, militärischen und Dual-Use-Bereich besser zu nutzen.

Im März unterstützte der Ständerat eine Motion, die ein Programm zur Förderung der Innovation im Sicherheitsbereich fordert. Ab Mai starten neue gemeinsame Forschungsprojekte von VBS und ETH-Bereich. Im Juli lancieren Innosuisse und armasuisse eine Projektausschreibung zu Dual-Use-Technologien. Das beweist, dass die aktuelle geopolitische Lage kein langes Abwarten zulässt.
 
Der Bundesrat muss diese Entwicklung bei der Erarbeitung der BFI-Botschaft für die Jahre 2029-2032 berücksichtigen. Zum einen gilt es, den Bereich Sicherheit und Verteidigung in die inhaltlichen Ziele zu integrieren; zum anderen müssen die Hochschulen und Organisationen der Forschungs- und Innovationsförderung mit den notwendigen Finanzmittel alimentiert werden. Das ist eine Investition in die Sicherheit unseres Landes und stärkt zudem unsere technologische Eigenständigkeit und Wettbewerbsfähigkeit.