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Bildungssystem Gegensätzliche Entwicklungen bei Lernenden- und Studierendenzahlen

Das Bundesamt für Statistik (BFS) rechnet gemäss seinem Referenzszenario für das Bildungssystem zwischen 2026 und 2035 mit einem Anstieg der Studierendenzahlen an Schweizer Hochschulen um 21Prozent. Diese Zunahme ist insbesondere auf eine steigende Zahl von Studienanfängerinnen und -anfängern aus dem Ausland zurückzuführen. Gleichzeitig dürfte die Zahl der Lernenden auf Primarstufe ab 2029 zurückgehen (-8% zwischen 2026 und 2035). Dies ist vor allem in einem deutlichen Rückgang der Geburtenzahlen seit 2022 begründet. Die Zahl der Lernenden auf der Sekundarstufe I wird voraussichtlich ab 2034 sinken, jene auf Sekundarstufe II dürfte noch bis mindestens 2035 zunehmen.

Internationale Zusammenarbeit Vertiefte Zusammenarbeit mit Indien

Im Rahmen eines Staatsbesuchs in Neu-Delhi haben Bundespräsident Guy Parmelin und Premierminister Narendra Modi über den wirtschaftlichen Austausch und die Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung und Forschung gesprochen.  Dabei wurde auch der Abschluss neuer Abkommen zur Migration und in Bezug auf den Austausch junger Fachkräfte gewürdigt. Letzteres ermöglicht jungen Staatsangehörigen beider Länder einen Ausbildungs- oder Weiterbildungsaufenthalt im jeweils anderen Staat und fördert ihre beruflichen sowie sprachlichen Kompetenzen.

Bilaterale Schweiz-EU Ständerat genehmigt Verpflichtungskredit zur Teilnahme an Erasmus+

Der Ständerat hat mit 23 zu 19 Stimmen bei zwei Enthaltungen den Verpflichtungskredit in der Höhe von 192,6 Millionen Franken für die Teilnahme der Schweiz am EU-Bildungsprogramm Erasmus+ im Jahr 2027 angenommen. Der Entscheid fiel im Rahmen der Behandlung des Vertragspakets Schweiz-EU («Bilaterale III»). Dieses enthält auch das bereits zuvor vom Ständerat angenommene EU-Programmabkommen (EUPA), an welchem die Teilnahme an Erasmus+ angebunden ist. Das Geschäft geht nun an den Nationalrat.

Standpunkt

Für die gesamte Jugend!

Johanna Gapany
Ständerätin, Mitglied Politikteam FUTURE

Die Schweiz hat die Chance, sich ab 2027 wieder an Erasmus+ zu beteiligen. Der Ständerat wird den Rahmenkredit für die Teilnahme der Schweiz am EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport im Rahmen des Pakets der «Bilateralen III» in der Herbstsession beraten.

Seit 2014 ist die Schweiz nicht mehr an Erasmus beteiligt. In der Zwischenzeit hat sich das Programm sowohl in seinem Umfang als auch in seiner Ausrichtung verändert. Es beschränkt sich nicht mehr auf die Mobilität unserer Studierenden, sondern deckt die Bedürfnisse der gesamten Jugend ab. Es bietet allen Organisationen in diesem Bereich den Zugang zu Finanzmitteln, von Pfadfinderbewegungen über Berufsschulen bis hin zu Sport- und Kulturvereinen.

Die Teilnahme an Erasmus+ erfordert für das Jahr 2027 einen Verpflichtungskredit von 192 Millionen Franken, was einer zusätzlichen Finanzierung von 147 Millionen Franken entspricht. Der Betrag entspricht dem Zusatznutzen von Erasmus+, das der breiten Jugend offensteht, im Vergleich zum heutigen Schweizer System, das sich auf die Mobilität einer kleinen Gruppe beschränkt. Diese Mittel fliessen in Form neuer Fördergelder und Kooperationen, von denen die Schweizer Jugend profitieren wird, an uns zurück.

Erasmus+ ist eine Investition in die Zukunft. In einer immer unsicherer werdenden Welt ist es unsere Aufgabe, die Anpassungsfähigkeit unserer Jugendlichen zu stärken und die Personen und Organisationen besser zu unterstützen, die sie auf diesem Weg begleiten. Erasmus+ ist das weltweit grösste Programm in diesem Bereich. Das Vereinigte Königreich hat dies richtig erkannt und kürzlich beschlossen, sich dem Programm wieder anzuschliessen und für das Jahr 2027 einen Betrag von 570 Millionen Pfund bereitzustellen.