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Fachkräftemangel Bericht zu den Ursachen des Lehrpersonenmangels vorgelegt

Der Bundesrat hat den Bericht «Datenerhebung und Evaluationen im Kontext des Lehrpersonenmangels» gutgeheissen. Damit erfüllt er zwei Postulate der Kommission für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Nationalrates (WBK-N). Mit den beiden Vorstössen wurde der Bundesrat beauftragt, die Ursachen des Lehrpersonenmangels sowie die Gründe für den Berufsverbleib beziehungsweise den Berufsausstieg von Lehrpersonen zu analysieren.

Pflegepersonal SGK-S tritt auf Gesetzesentwürfe zur weiteren Umsetzung der Pflegeinitiative ein

Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerates (SGK-S) ist einstimmig auf zwei Gesetzesentwürfe des Bundesrates eingetreten, mit denen die zweite Etappe der Pflegeinitiative umgesetzt werden soll. Der erste Entwurf betrifft das neue Bundesgesetz über die Arbeitsbedingungen in der Pflege (BGAP) und der zweite Entwurf eine Änderung des Gesundheitsberufegesetzes (GesBG). Mit den beiden Vorlagen will der Bundesrat die Attraktivität der Pflegeberufe steigern, die Berufsausstiege reduzieren und somit dem Fachkräftemangel im Pflegebereich entgegenwirken. Die SGK-S wird die Detailberatung im nächsten Quartal aufnehmen.

Akademischer Nachwuchs Steigende Erwerbslosigkeit bei Hochschulabsolventen

Zwischen 2023 und 2025 nahm die Erwerbslosenquote der Absolventinnen und Absolventen universitärer Hochschulen (UH) und Fachhochschulen (FH) ein Jahr nach ihrem Abschluss zu. Dies folgt aus der Hochschulabsolventenbefragung des Bundesamtes für Statistik (BFS). Bei den Personen mit einem UH-Master erhöhte sie sich von 3,9% auf 6,4%, bei jenen mit einem FH-Bachelor von 3,4% auf 4,9%. Bei den Absolventinnen und Absolventen der pädagogischen Hochschulen (PH) blieb die Erwerbslosenquote mit 0,7% auf tiefem Niveau.

Standpunkt

Forschung und Innovation für mehr Sicherheit

Andrea Gmür-Schönenberger
Ständerätin, Vorstandsmitglied Politikteam FUTURE

Vor bald einem Jahr hiess der Bundesrat seine Rüstungspolitische Strategie gut, die einen Ausbau der Investitionen in sicherheitsrelevante Forschung und Innovation vorsieht. Bis 2030 soll das VBS den Anteil des Armee-Budgets für Forschung und Entwicklung auf 2% erhöhen. Um das in der Schweiz vorhandene technologische Potenzial für die Armee besser auszuschöpfen, ist die Zusammenarbeit mit den Schweizer Hochschulen, Startups und KMU zu verstärken. Ganz konkret soll das VBS bis Ende 2028 eine neue Kooperation mit dem ETH-Bereich entwickeln, um Synergien in der Forschung und Innovation im zivilen, militärischen und Dual-Use-Bereich besser zu nutzen.

Im März unterstützte der Ständerat eine Motion, die ein Programm zur Förderung der Innovation im Sicherheitsbereich fordert. Ab Mai starten neue gemeinsame Forschungsprojekte von VBS und ETH-Bereich. Im Juli lancieren Innosuisse und armasuisse eine Projektausschreibung zu Dual-Use-Technologien. Das beweist, dass die aktuelle geopolitische Lage kein langes Abwarten zulässt.
 
Der Bundesrat muss diese Entwicklung bei der Erarbeitung der BFI-Botschaft für die Jahre 2029-2032 berücksichtigen. Zum einen gilt es, den Bereich Sicherheit und Verteidigung in die inhaltlichen Ziele zu integrieren; zum anderen müssen die Hochschulen und Organisationen der Forschungs- und Innovationsförderung mit den notwendigen Finanzmittel alimentiert werden. Das ist eine Investition in die Sicherheit unseres Landes und stärkt zudem unsere technologische Eigenständigkeit und Wettbewerbsfähigkeit.