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Wissenschaftspreis Latsis Mathematikerin Susanna Zimmermann ausgezeichnet

Der Schweizer Wissenschaftspreis «Latsis» geht an die Mathematikerin Susanna Zimmermann für ihre Forschungsarbeiten über die Symmetrien geometrischer Räume. Susanna Zimmermann ist Professorin an der Universität Basel. Der Wissenschaftlerin ist es gelungen, eine seit dem 19. Jahrhundert offene Frage der algebraischen Geometrie zu lösen. Der Wissenschaftspreis «Latsis» geht an Nachwuchsforschende und ist mit CHF 100'000 dotiert.

Wissenschaftspreis Marcel Benoist Biochemiker Martin Jinek erhält den Preis Marcel Benoist

Biochemiker Martin Jinek erhält für seine Erkenntnisse zu zellulären Prozessen den Schweizer Wissenschaftspreis «Marcel Benoist». Martin Jinek ist Professor für Biochemie an der Universität Zürich. Die Auszeichnung erfolgt aufgrund seiner Forschungsarbeiten zu RNA-gesteuerten molekularen Systemen, die gezielt auf das Erbgut von Zellen zugreifen können und der Genom-Editierung zum Durchbruch verhalfen. Der Wissenschaftspreis Marcel Benoist ist mit CHF 250'000 dotiert.

MINT Änderungen des HFKG zu PiBS treten per 1. Januar 2027 in Kraft

Der Bundesrat hat das Inkrafttreten von Anpassungen im Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetz (HFKG) auf den 1. Januar 2027 festgelegt. Eine bedeutende Änderung betrifft die Schaffung einer verstetigten Rechtsgrundlage für praxisintegrierte Bachelorstudiengänge (PiBS). Letztere können Fachhochschulen künftig im Bereich MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) anbieten. Die rechtliche Verstetigung von PiBS hatten die eidgenössischen Räte im Dezember 2025 auf der Grundlage positiver Erfahrungen mit einem entsprechenden Pilotprojekt beschlossen.

Standpunkt

Für die gesamte Jugend!

Johanna Gapany
Ständerätin, Mitglied Politikteam FUTURE

Die Schweiz hat die Chance, sich ab 2027 wieder an Erasmus+ zu beteiligen. Der Ständerat wird den Rahmenkredit für die Teilnahme der Schweiz am EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport im Rahmen des Pakets der «Bilateralen III» in der Herbstsession beraten.

Seit 2014 ist die Schweiz nicht mehr an Erasmus beteiligt. In der Zwischenzeit hat sich das Programm sowohl in seinem Umfang als auch in seiner Ausrichtung verändert. Es beschränkt sich nicht mehr auf die Mobilität unserer Studierenden, sondern deckt die Bedürfnisse der gesamten Jugend ab. Es bietet allen Organisationen in diesem Bereich den Zugang zu Finanzmitteln, von Pfadfinderbewegungen über Berufsschulen bis hin zu Sport- und Kulturvereinen.

Die Teilnahme an Erasmus+ erfordert für das Jahr 2027 einen Verpflichtungskredit von 192 Millionen Franken, was einer zusätzlichen Finanzierung von 147 Millionen Franken entspricht. Der Betrag entspricht dem Zusatznutzen von Erasmus+, das der breiten Jugend offensteht, im Vergleich zum heutigen Schweizer System, das sich auf die Mobilität einer kleinen Gruppe beschränkt. Diese Mittel fliessen in Form neuer Fördergelder und Kooperationen, von denen die Schweizer Jugend profitieren wird, an uns zurück.

Erasmus+ ist eine Investition in die Zukunft. In einer immer unsicherer werdenden Welt ist es unsere Aufgabe, die Anpassungsfähigkeit unserer Jugendlichen zu stärken und die Personen und Organisationen besser zu unterstützen, die sie auf diesem Weg begleiten. Erasmus+ ist das weltweit grösste Programm in diesem Bereich. Das Vereinigte Königreich hat dies richtig erkannt und kürzlich beschlossen, sich dem Programm wieder anzuschliessen und für das Jahr 2027 einen Betrag von 570 Millionen Pfund bereitzustellen.